Ohne Panik

Gästebuch

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  1. Hallo Ann,

    nachdem ich schon ewig deinen Blog lese, habe ich mich entschieden einen kleinen Kommentar zu hinterlassen. Eigentlich tue ich das nicht und bin eher eine stille Leserin, aber dein Blog bewegt mich sehr und auf neue Einträge bin ich immer sehr gespannt (sogar mein Freund hat angefangen zu fragen, ob es etwas Neues gibt..).

    Ich mag die Art, wie du schreibst und die Einblicke, die man in deine Gedankenwelt bekommt. Es ist ein Fenster in eine fremde Welt aber gleichzeitig eben auch viel Alltag und sehr Menschliches.. und auch viel Lebensweisheit.

    Es gibt natürlich sooo viele Schauplätze, Menschen und Geschichten, zu denen ich meinen Senf dazu geben könnte, gerade scheint es doch aber wieder um Luis und dich (und Melli) zu kreisen. Das habe ich absichtlich in Klammern gesetzt, weil ich deine Empfindungen so gut verstehen kann. Zwar lebe ich nicht annähernd in einer ähnlichen Beziehungskonstellation, die Mechanismen, die du beschreibst, kenne ich aber sehr gut.

    Mir hat es immer sehr geholfen, zu erfahren, dass es anderen Menschen ebenso geht wie mir, das war auch ein bisschen der Ansporn für diesen Kommentar.

    DU hast Recht. Gemeinsame Zeit für euch ist wichtig und eben auch Zeit, in der du erklärtermaßen nicht hinten anstehen muss und in Zeit in der verabredet ist und auch eingehalten wird, dass Luis im Notfall auch für deine Interessen Partei ergreift (die ja auch seine sein sollten, weil er dich liebt).

    Eure Situation ist einfach nicht ganz einfach, es ist keine Schwäche sich da nach Struktur und Sicherheit zu sehnen. Je weniger man sich davon im Alltag vermitteln kann, desto mehr muss man es anderswo holen.

    Letzlich wünschen wir uns alle Sicherheit über die Gefühle des anderen, die es aber nicht endgültig geben kann. Manchen Menschen sind gut darin uns dieses Gefühl von Sicherheit, bedingugnsloser Liebe und Glück zu geben (so scheint es mir bei Luis zu sein), aber viel davon holen wir uns auch über institutionelle Kontexte, eben so banale Dinge wie als Freundin oder Frau vorgestellt werden, zusammen wohnen, gemeinsam in den Urlaub fahren, öffentlich als Paar wahrgenommen werden, etc. Wenn diese ganzen Dinge weg fallen, muss man das irgendwie kompensieren. Ich finde es sehr logisch, dass man dort umso mehr feste Vereinbarungen braucht und das Gefühl der Unruhe, wenn er später anruft oder ich nicht definitv weiß, wann das nächste Treffen ist, kenne ich auch sehr gut, auch wenn es keine Panik ist wie bei dir. Es ist ganz normal, dass man so reagiert, weil diese festen Verabredungen und Sicherheiten ein notwendiger Ersatz für andere Sicherheiten sind.

    So ist es auch mit der Zeit, die ihr miteinander verbringt. Seine Parteinahme für dich ist dort notwendig, weil er dir dringend zwischendurch das Gefühl geben muss, für ihn nicht immer hinten an stehen zu müssen und nicht die zweite Geige hinter Melli zu spielen.

    Letztlich bemessen wir die Menschen an ihren Handlungen und nicht an ihren Worten (zu Recht) und es würde mich auch wurmen seine Seelenpartnerin und Liebe seines Lebens zu sein, aber dann immer an zweiter Stelle zu stehen. Er muss dir zeigen, dass er dir zuliebe auch bereit ist, Konfliktsituationen mit Melli auszuhalten, mir wäre das zumindest ganz wichtig.

    Dass du dich selbst in diesen Momenten nicht leiden kannst, ist völlig klar, wenn auch unbegründet, denn du bist in keiner ganz einfachen Lage.

    Dass in einem Streit dann alles aufkommt kenne ich auch und halte es ebenfalls für normal, denn die DInge sind eben mit einander verbunden, stehen in einem großen Zusammenhang und bilden ein Geflecht an Gefühlen und Eindrücken. Unsere Beziehung zu Menschen ist letztlich ein Kontinuum voller Eindürcken und Erlebnissen, die wir mit diesem Menschen hatten, die sich an einander reihen wie Perlen an einer Schnur und immer mit einander verwoben sind und in Verbindung stehen. Denn letztlich sind die Gründe für unser Verhalten in ihrer Anzahl begrenzt, jedenfalls sehr viel weniger als ihre Ausprägungen in den konkreten Situationen unseres Alltages.

    Ach ich könnte zu so vielen konkreten Situationen meinen Senf dazu geben, statt dessen habe ich mir vorgenommen, wenn es dir nichts ausmacht, von nun an regelmäßiger zu kommentieren..

    Eine Sache erlaube ich mir noch:

    Ich wünsche dir von Herzen, dass du glücklich mit Luis bist und bleibst, aber ich – und das ist meine ganz persönliche Meinung mit der ich dir niemals zu nahe treten wollen würde – denke Melli muss komplett raus aus der Sache. Ich glaube nicht an offene Beziehungen. Aber das kann Quatsch sein und ich bin geneigt eher deiner Sicht zu trauen als meiner, denn ich bin ja nicht dabei 🙂

    Übrigens würde ich mir mehr Buch- und Filmtipps wünschen, auch wenn das kein Serviceblog werden soll, aber die fand ich immer klasse!

    Danke für deinen tollen Blog.

    Es grüßt dich herzlich,

    J

    • Als ich Deinen Kommentar eben las dachte ich „Wow, das gefällt mir!“. Tausend Dank für diese lieben, stärkenden Worte!

      Luis stellt mich immer mehr in seinem Umfeld als „seine Freundin“ vor. Und ich rede auch seit ein paar Wochen plötzlich von „meinem Freund“. Das ist ganz neu und ein schönes Gefühl für mich. Aber wenn ich dann gefragt werde, wo „mein Freund“ heute ist und ich sagen muss „bei seiner Frau“, dann fühlt sich das doch sehr komisch an.

      Ich glaube durchaus an offene Beziehungen, und das ist auch die Voraussetzung unter der ich diese Beziehung eingegangen bin und unter der ich sie fortgesetzt habe, als Luis sein – wie er es nennt – „Coming out“ hatte. Was Melli anbelangt, bin ich jedoch nicht sicher: Solche Konstellationen können nur dann funktionieren, wenn alle Beteiligten alle anderen akzeptieren. Ich bin mir sicher, dass Melli das versucht, ich bin mir aber nicht so sicher, dass ihr das auch gelingt. Ob ich aus dieser Befürchtung ihr Verhalten falsch interpretiere oder ob sie sich wirklich sabotierend einmischt kann ich nicht beurteilen.

      Luis meinte gerade am Telefon, dass ihr sicherlich gar nicht bewusst sei, wie unhöflich und störend sie sich mit ihrer Bitte am Donnerstag verhalten hätte – aber Luis hat grundsätzlich hohe Meinungen von seiner Frau und auch von mir. Wie dem auch sei, aus welchem Grund sie so gegen grundlegende Regeln verstößt, die ihr durchaus klar sein müssten, wenn sie nur ein bisschen nachdenkt, wenn sie sich in meine Situation versetzte; sie stört mich.

      Ich habe Luis letztens gesagt, ich wünschte, ich wäre 2 Jahre nach seinem „Coming out“ dazu gekommen, zu einem Zeitpunkt, an dem Melli mehr Klarheit über sich und ihre Wünsche hat. So ist sie einfach ständig ein Störfaktor, ob von mir eingebildet oder real ist letztendlich egal.

  2. Hallo Ann,
    ich hatte dich schon per E-Mail um das Password gebeten. Mach` mir bitte eine kurze mail – auch wenn du mir das Passwort nicht gibst.
    Dank + Gruß

  3. Hallo Ann,
    ich habe dich nominiert. Guck mal… lies mal… und ich hoffe, du machst mit 🙂
    http://carolapeters.wordpress.com/2014/02/10/liebster-award/
    LG, Carola

    • Danke schön, Carola, ich weiß das zu schätzen.

      Ich werde aber dennoch nicht mitmachen, ich möchte lieber ganz persönliche Beiträge verfassen.

      Gruß

      Ann

  4. „A short pornographic memory“ hat mir gut gefallen. Ich glaube ich müsste nur zwei Sätze austauschen und könnte sagen, genauso habe ich es schon oft gelebt. Das macht mich nachdenklich…. Gruß, Dorian

  5. Naja, irgendwie besitzt man ja die Illusion der Einzigartigkeit. Und dann bekommt man das Gefühl, dass in anderen Gemächern genauso gefickt wird, wie in meinen…

  6. Ich bin doch mal ganz dreist und fordere dich zu einem kleinen Spiel auf. http://www.gentledom.de/community/bdsm-test gibt es einen BDSM Test, Lust ihn zu machen und das Ergebnis zu posten 🙂

  7. Ich danke dir für deinen wunderbaren Beitrag über kluge Sprüche auf facebook. Danach habe ich lange gesucht. Leider kann ich mich nicht so gut ausdrücken, aber du bringst es wunderbar auf den Punkt!! Danke, danke, danke ❤

  8. Hallo Ann,
    weshalb gibt es am Ende der „Therapiestunde“ keine Schaltfläche, die einen Kommentar ermöglicht? Egal, ich wollte nur sagen: Selbstverständlich hast du einen Mann für dich allein verdient. Daran kann es nicht den geringsten Zweifel geben. Verstehe nicht, wieso es dazu eines Therapeuten.bedarf. Die Frage ist nur, ob DU es wirklich willst. Vielleicht kann dir der Therapeut helfen, dir darüber Klarheit zu werden. Wozu sollte er sonst nützlich sein? wie ich dich als jahrelanger Follower deines Blogs einschätze, hast du ein unbändiges Freiheitsbedürfnis, das nur durch eine vorübergehende Schwäche (etwa durch Krankheit od. Psychische Turbulenzen) temporär außer Kraft gesetzt wird. ich wünsche dir baldige innere Stabilität, die dich zu Entscheidungen führt, die für DICH richtig sind und zu DIR passen.

    • Doch, da ist eine Schaltfläche. War sicher nur ein temporärer Fehler. Ich kopiere Deine Antwort unter den Beitrag und beantworte sie da.

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